Zwei Millionen Euro Investment verwandelt verfallene Damaschkehalle in modernes Ausbildungs- und Einsatzzentrum
MÜHLHAUSEN – Wo einst eine verfallene Turnhalle dem Verfall preisgegeben war, erstrahlt heute ein hochmodernes Zentrum für Katastrophenschutz und Ausbildung. Mit einem feierlichen Festakt wurde am 19. September das neue Ausbildungs- und Katastrophenschutzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mühlhausen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der Krisenfestigkeit im Unstrut-Hainich-Kreis.
Das ambitionierte Vorhaben wurde durch eine beispielhafte Kooperation zwischen öffentlicher Hand und gemeinnütziger Organisation realisiert. Der Freistaat Thüringen unterstützte das Projekt mit 500.000 Euro, der Landkreis steuerte weitere 310.000 Euro bei. Zusammen mit erheblichen Eigenmitteln des DRK summierte sich das Gesamtinvestitionsvolumen inklusive Hallenerwerb auf rund zwei Millionen Euro.
„Das ist ein echter Meilenstein für den Katastrophenschutz im Unstrut-Hainich-Kreis“, würdigte Landrat Thomas Ahke das Projekt während der Eröffnungsfeier. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Verwaltung, Vertreter von Hilfsorganisationen sowie haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren der Einladung zur feierlichen Inbetriebnahme gefolgt.
Der Weg von der ersten Idee bis zur Fertigstellung war jedoch keineswegs geradlinig. Michael Watterott, der das Projekt maßgeblich vorantrieb, blickte ehrlich auf die Bauphase zurück: „Selten läuft alles so glatt, wie man es sich im Plan wünscht.“ Wasserschäden, notwendige Planänderungen und unvorhergesehene Überraschungen begleiteten das Vorhaben. Dennoch gelang es dem engagierten Team, binnen nur zwei Jahren aus einer Vision Realität werden zu lassen.
Besondere Anerkennung fand das Engagement der Ehrenamtlichen, die in mehr als 20 Arbeitseinsätzen tatkräftig mit anpackten. Ihr Einsatz verdeutlichte eindrucksvoll, dass effektiver Katastrophenschutz nur durch das harmonische Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Kräften funktioniert.
Das neue Zentrum bietet optimale Bedingungen für die unterschiedlichen Aufgaben des DRK. Drei moderne Schulungsräume ermöglichen eine zeitgemäße Ausbildung der Einsatzkräfte, während eine großzügige Fahrzeughalle Platz für verschiedene Katastrophenschutzfahrzeuge bietet – vom Einsatzleitwagen bis zum Krankentransportwagen.
Darüber hinaus verfügt das Zentrum über Räumlichkeiten für Blutspendetermine sowie über zeitgemäße Sozialräume mit Duschen und Küche. Ausreichende Parkmöglichkeiten runden das durchdachte Konzept ab, das den praktischen Anforderungen des Einsatzalltags Rechnung trägt.
Mit dem neuen Standort in Mühlhausen erweitert der Unstrut-Hainich-Kreis sein Netzwerk von Katastrophenschutzstandorten, das bereits Bad Langensalza und Niederdorla umfasst. Diese strategische Verteilung stärkt die Krisenfestigkeit des gesamten Landkreises und gewährleistet eine optimale Abdeckung im Ernstfall.
Die symbolische Kraft des Projekts wird durch die Adresse unterstrichen: Das Ausbildungs- und Katastrophenschutzzentrum hat seinen Platz im Rot-Kreuz-Weg gefunden – eine passende Heimat für eine Institution, die sich dem Schutz und der Hilfe für Menschen in Notlagen verschrieben hat.
Bei einem abschließenden Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten präsentierten Michael Watterott und Präsident Leister stolz die Ergebnisse der intensiven Planungs- und Bauphase. Das neue DRK-Zentrum steht bereit, seinen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Unstrut-Hainich-Kreis zu leisten.


