Wie vielfältig, engagiert und unverzichtbar das soziale Ehrenamt in Thüringen ist, davon konnten sich der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei, Guntram Wothly, und Gregor Hermann, Referatsleiter Ehrenamt in der Staatskanzlei, im Norden Erfurts vor Ort überzeugen. Auf einer gemeinsamen Ehrenamts‑Tour am 19. Mai besuchten sie gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen mehrere Einrichtungen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger tagtäglich freiwillig für ihre Mitmenschen einsetzen.
Die Tour führte durch verschiedene soziale Projekte im Erfurter Norden, von Angeboten der Jugendhilfe über Begegnungsstätten bis hin zu Einrichtungen der Seniorenarbeit und der Unterstützung von Familien und Menschen in besonderen Lebenslagen. Im Mittelpunkt standen dabei Gespräche mit Ehrenamtlichen sowie mit den Menschen, die von ihrem Engagement profitieren. Die Landesleiterin der DRK Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Esther Fienhold, stellte das Projekt „Ehrenamtsbüdchen“, mit dem für das ehrenamtliche Engagement geworben wird, und die soziale Arbeit des Verbandes in Thüringen vor.
Die Initiative ist Teil der Aktivitäten im Vorfeld des bundesweiten Ehrentages am 23. Mai. Dieser steht in enger Verbindung zum Tag des Grundgesetzes und unterstreicht die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Das soziale Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Es verbindet Menschen, schafft Teilhabe und wirkt dort, wo staatliche Strukturen allein nicht ausreichen. Die heutige Tour hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Vertrauen, Zeit und Engagement tagtäglich investiert werden, oft ganz selbstverständlich und ohne große Öffentlichkeit“, sagte Guntram Wothly, Ehrenamtsbeauftragter der Thüringer Staatskanzlei.
Auch aus Sicht der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege wird deutlich: Ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen wäre die Vielfalt sozialer Angebote in Thüringen nicht denkbar. Gleichzeitig werden diese Engagementstrukturen maßgeblich durch die Wohlfahrtsverbände ermöglicht, begleitet und weiterentwickelt.
„Das, was wir heute gesehen haben, steht stellvertretend für viele tausend Ehrenamtliche in Thüringen. Die Freie Wohlfahrtspflege schafft Räume, Strukturen und Unterstützung, damit Menschen sich einbringen können. Dieses Zusammenspiel ist ein wesentlicher Baustein für ein funktionierendes Gemeinwesen“, betont LIGA-Vorsitzender Lars Oschmann.
„Die Ehrenamtstour durch die Großwohngebiete des Erfurter Nordens zeigt: Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch sichtbare Unterstützung auch durch das neue Thüringer Ehrenamtsgesetz“ so Guntram Wothly.
Mit Blick auf den bevorstehenden Ehrentag ist die Botschaft klar: Das Engagement im sozialen Bereich verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen, feste Ansprechpartner und nachhaltige Unterstützung.


