Bereits Anfang Mai fand in der Landesgeschäftsstelle des DRK-Landesverbandes Thüringen die Auftaktveranstaltung für den DRK-Lerncampus in Thüringen statt. Dabei wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Arbeit mit dem digitalen DRK-Lerncampus und die zahlreichen digitalen Möglichkeiten in der Bildungsarbeit eingeführt. Denn Ziel ist es, die zahlreichen unterschiedlichen Bildungsangebote für Ehrenamtliche und für Hauptamtliche im DRK in Thüringen künftig in rein digitaler Form oder mit Hilfe digitaler Unterstützung durchzuführen. Die zentrale Plattform hierfür wird der DRK-Lerncampus www.drk-lerncampus.de sein.
Mit der Auftaktveranstaltung begann für die verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen im DRK-Landesverband die eigentliche Arbeit zur Vorbereitung der Einführung des DRK-Lerncampus in Thüringen. Einen ersten Höhepunkt bildete die Administratorenschulung Ende Juni. Die neu ausgebildeten Administratoren dürfen nun aktiv beraten und Berechtigungen für die Nutzung der Lernplattform erteilen.
Der im DRK-Landesverband verantwortliche Ansprechpartner für die Ausbildung und damit auch für die digitalen Angebote ist Bildungsreferent Thomas Bohn.
5 Fragen an Thomas Bohn:
Frage: DRK-Lerncampus, was ist das genau?
Thomas: „Der DRK-Lerncampus ist eine Lernplattform, die von der Landesschule Baden-Württemberg betrieben und dem Gesamtverband kostenpflichtig zur Verfügung gestellt wird. Sie nutzt das System Moodle und H5P, um ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern webbasierte Kurse im Rahmen eines E-Learning zur Verfügung zu stellen“
Frage: Der DRK-Landesverband hat im Frühjahr mit der DRK-Landesschule Baden-Württemberg einen Vertag für die Nutzung des DRK-Lerncampus geschlossen und verfügt nun über entsprechend geschulte Administratoren. Wie geht es jetzt weiter?
Thomas : „Ab Ende Juli erhalten die Thüringer DRK-Kreisverbände auf Wunsch kostenfreie Testzugänge für die Lernplattform, um das Lernangebot vollumfänglich kennenlernen und dessen Nutzung für eigene Aus- und Weiterbildungsbedarfe bewerten zu können.“
Frage: Und dann?
Thomas: „In einem weiteren Schritt können sich die künftigen Nutzer mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen im DRK-Landesverband beraten und gemeinsam die künftige Nutzung der digitalen Lernplattform planen.“
Frage: Im DRK-Lerncampus werden bereits fertige E-Learning-Inhalte durch den Anbieter zur Verfügung gestellt. Ist geplant, auch eigene Angebote zu entwickeln?
Thomas: „Natürlich werden wir auch eigene Angebote entwickeln. Schon jetzt werden einige verbandliche Bildungsangebote anteilig als E-Learning durchgeführt. Diese Inhalte werden künftig über den Lerncampus angeboten. Bereits in den kommenden Monaten werden wir gemeinsam mit den DRK-Kreisverbänden in Thüringen diskutieren, welche weitere Bedarfe es in den einzelnen fachlichen Bereichen gibt und dann entscheiden, welche zusätzlichen Angebote entwickelt werden müssen. Übrigens werden auch die beteiligten DRK-Kreisverbände die Möglichkeit haben, eigene Inhalte in den Lerncampus zu integrieren.“
Frage: Welchen Stellenwert haben E-Learning-Angebote in der Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer?
Thomas: „Fast alle Ehrenamtlichen nutzen tagtäglich und ganz selbstverständlich im beruflichen wie privaten Umfeld digitale Werkzeuge und erwarten von uns, dass wir digitale Bildungsangebote entwickeln, die ihnen die Ausübung ihres Ehrenamtes, wozu auch die Aus- und Fortbildung zu rechnen ist, erleichtern. E-Learning spart Zeitressourcen und verringert den Aufwand für die ehrenamtlich Engagierten. Ich betrachte E-Learning als eine gute Ergänzung zum Präsenzunterricht, dieses benötigt allerdings eine neue didaktische Aufbereitung, um unsere Themen gut zu vermitteln. Auch in der Gewinnung neuer Mitglieder zählen digitale Angebote und werden gerade von jungen Menschen ganz einfach erwartet.“


