Im Gegensatz zu vor der COVID-19-Pandemie hat sich das Einsamkeitsgefühl bei Menschen über 80 Jahren verdoppelt. Das Gefühl von Einsamkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu. 8,7% der Menschen im Alter von 80-84 Jahren und 22,1% der Menschen über 90 Jahre beschreiben sich als einsam. Ebenso fühlt sich fast jede dritte Person, die in Heimen lebt, einsam. (Kaspar, R., Wenner, J. & Tesch-Römer, C. (2022). D80+ Kurzberichte. Einsamkeit in der Hochaltrigkeit. Nummer 4. BMFSFJ.)
Gemeinsam mit den beiden Studentinnen Anna Fröhlich und Anika Teichmann engagiert sich der DRK-Kreisverband Arnstadt für das Projekt VALA. Ziel des Projektes ist es, Angebote für altgewordene Menschen im Ilmkreis zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, gruppenspezifische Probleme wie Einsamkeit und Resignation gegenüber den Fortschritten der modernen Welt und das Akzeptieren des Altwerdens besser zu bewältigen.
Bei VALA werden die Eingliederung und Teilhabe altgewordener Menschen in die Gesellschaft angestrebt, kurzum soll die Gemeinschaft unter den Angehörigen innerhalb einer Generation und darüber hinaus gefördert werden. Besonderen Wert legen die Initiatorinnen auf eine Niedrigschwelligkeit der Angebote sowie einen barrierefreien Zugang dazu. So soll sichergestellt werden, dass die Angebote auch zu altgewordenen Menschen nachhause kommen können und Gruppenaktivitäten in Einrichtungen des betreuten Wohnens, Tagespflegen oder Seniorentreffpunkten stattfinden können. Wichtig ist den Initiatorinnen außerdem, dass nicht nur Meschen ohne Pflegebedarfe, sondern Menschen sämtlicher Pflegegrade in das Projekt mit einbezogen werden.
Der Umsetzung konkreter Angebote geht eine Planungsphase voraus, in der in Zusammenarbeit mit altgewordenen Menschen Angebote entwickelt werden bzw. diese an deren Interessen und Kompetenzen angepasst werden. „VALA soll inklusiv sein. Deshalb werden wir in jeder Phase des Projektes die Perspektiven der betroffenen Seniorinnen und Senioren in unsere Überlegungen einbeziehen.“ betonen Anna Fröhlich und Anika Teichmann.
Erste Ideen werden bereits mit Pflegepatientinnen und Patienten des DRK Arnstadt diskutiert. Doch damit das Projekt richtig Fahrt aufnehmen kann, wird dafür noch finanzielle Unterstützung benötigt.


