DRK Jena startet unkonventionelles Wohnprojekt für Studenten und Azubis

Für Studierende und Auszubildende hat der DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda e.V. jetzt ein besonderes Angebot ins Leben gerufen, das mit einer sinnvollen Gegenleistung verbunden ist.

Durch die Schließung eines Wohnbereiches im DRK-Seniorenheim Am Kleinertal in Jena entwickelte sich eine neue Idee, um den freien Platz nicht ungenutzt zu lassen: Das Projekt „Wohnen und Helfen“ – Vermietung von WG-Zimmern gegen (Mit-)Hilfe.In Jena ist Wohnraum knapp und teuer, deshalb sollen vor allem Studenten und Auszubildende von dem Projekt angesprochen werden. Sie leisten 20 bis 25 Stunden Arbeit pro Monat in der Pflege oder sozialen Betreuung in der Einrichtung und erhalten im Gegenzug ein kostenfreies Zimmer im Wert von 250 bis 500 Euro. Die Mieter werden durch das qualifizierte Pflegepersonal eingelernt, um die Abläufe kennenzulernen, sich in den Alltag der Pflegeeinrichtung zu integrieren und das Pflegeteam bestmöglich zu unterstützen.

Inzwischen hat der Wohnbereich fünf Bewohner. Insgesamt werden 14 Plätze in drei Doppel- und acht Einzelzimmern angeboten, alle mit eigenem Bad. Dazu haben die Appartements einen separaten Außenzugang, eine Gemeinschaftsküche, Terrasse, Aufenthalts- und einen Hauswirtschaftsraum.

Die Heimleitung führt Kennenlerngespräche mit interessierten Studenten und Azubis. Erfahrungen in der Pflege sind nicht notwendig, aber man darf keine Berührungsängste haben, und muss dazu bereit sein, sich auf die Heimbewohner zwischen derzeit 50 und 101 Jahren einzulassen.

Medizinstudent und Mitbewohner der ersten Stunde Adrian Dietzsch hat sich mittlerweile gut den neuen Aufgaben angenommen und ist fest in den Dienstplan eingeplant.

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