Angesicht der Entwicklungen der letzten Jahre und den daraus folgenden Aufgaben für die zivile Verteidigung sieht sich auch das DRK Thüringen neuen Herausforderungen gegenüber. Um in Zukunft besser auf Katastrophenlagen vorbereitet und einsatzbereit zu sein erweitert der DRK-Landesverband zum Beispiel sein verbandseigenes Katastrophenschutzlager. So wurde bereits 2023 damit begonnen, die Ausrüstung für einen Betreuungsplatz für 500 Personen zu beschaffen und einzulagern. Andererseits muss die Ausbildung der Einsatzkräfte angepasst werden.
Zur Einsatzbereitschaft gehören aber nicht nur Ausrüstung und Einsatzkräfte, sondern Führungsinstrumente wie das Führungs- und Lagezentrum des DRK-Landesverbandes in Erfurt. Von dort werden im Einsatzfall die Thüringer DRK-Einsatzkräfte angefordert und in Marsch gesetzt. Voraussetzung für einen funktionierenden Einsatzstab sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über entsprechende Kenntnisse in der Stabarbeit verfügen und die Zusammenarbeit regelmäßig üben.
Deshalb hieß es am 13. Dezember für den Vorstand des Landesverbandes, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Nationale Hilfsgesellschaft, dem Jugendrotkreuz , der Stabsstelle Kommunikation und dem IT-Administrator sowie Kollegen aus den DRK-Kreisverbänden Erfurt, Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen und Kyffhäuserkreis, den Stab zu besetzen und mit der Stabsarbeit loszulegen. Der Stab fand sich in dieser Besetzung zum ersten mal zusammen. Als Beobachter und Einspieler nahm Kamill Wolny, Fachbereichsleiter im Landesverband der JUH, teil.

Das Übungsszenario bildete ein angenommener flächiger Stromausfall außerhalb von Thüringen für dessen Bewältigung durch staatliche Stellen mehrere Betreuungszüge in den Einsatz gebracht werden und durch den DRK-Bundesverband verbandsinternes Betreuungsmaterial sowie Spezialkräfte der Bergwacht und Spezialkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) angefordert wurden.

Gestartet wurde mit einer Lagedarstellung durch NHG-Abteilungsleiter Fabian Feiertag. Dann begannen die einzelnen Stabsstellen S1 bis S6 zu arbeiten. Ziel war es, die Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, in einer geschützten Umgebung Erfahrungen zu sammeln und dabei direkt die Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen im weiteren Lageverlauf zu erfahren. Übungsunterbrechungen ermöglichten es, Manöverkritik zu äußern und aufgeworfene Fragen sofort zu klären.

Am Ende der Übung dankte Übungsleiter Fabian Feiertag und stellte fest, dass das Übungsziel erreicht wurde. Festgestellt werden konnte, an welchen Stellen die Abteilung NHG noch zu arbeiten hat und welche Nachbesserungen in der Ausrüstung, bei der Software und den Übungsabläufen vorgenommen werden müssen.

Vorstandsvorsitzender und Leiter des Stabes Lars Oschmann sieht wichtige Ansatzpunkte für die nächste Stabsübung, um die Stabsarbeit noch effizienter gestalten zu können. Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass der Stab arbeitsfähig und damit für kommende Lagen einsatzfähig ist.



